Die Weissenhofer

Arbeiten von Matthias Beckmann, Jörg Mandernach und Uwe Schäfer

21. November - 14. Januar 2006


Vernissage

Montag, 20. November um 20 Uhr

 

Die drei Weissenhofer gelten als große Geschichtenerzähler. Deshalb sind ihre Arbeiten auch voll mit Elementen des Absurden und Grotesken. In ärmlichen Verhältnissen im Wallistal aufgewachsen, mussten sie schon in frühester Kind durch Löffelschnitzen und Bemalen kleiner Holztafeln zum kärglichen Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Teile der Alltagswelt werden von den Weissenhofern aus ihrem Zusammenhang gelöst und in ungewohnte Beziehungsgefüge gesetzt. Wie in einem Baukasten zerlegen sie zunächst das vorgefundene Material, um es dann auf überraschende und originelle Art wieder zusammenzufügen. Ihre Erfindungen basieren auf einem spielerischen Umgang mit dem Vertrauten. Als Material dienen daneben auch Fundstücke aus der Kunstgeschichte und den Massenmedien.

Im Mittelpunkt der Schorndorfer Ausstellung steht ein gewaltiges, raumfüllendes Mobile. Dieses ist mit diversen Objekten und Fundstücken (Ready-Mades) versehen, die auf Mobilität als Bewegung im Raum und geistige Beweglichkeit (Modellflugzeug, Vogelbauer, Laptop) verweisen. Gleichzeitig wird aber auch mit Strohballen, Traktorreifen, Plastikgans und Hirschschädel ein Bezug zur Weissenhofer-Legende hergestellt. So wie das Mobile in ständiger Bewegung begriffen ist, verändern sich auch ständig die Bezüge der Objekte zueinander, zu Raum und Betrachter. Die Weissenhofer sind eine agile Truppe, die ständig in Bewegung ist und es nie zu lange an einem Ort hält.