Robert Schad

Stahlskulpturen

28. Juli  - 9. September 2007


Vernissage

Freitag, 27. Juli um 19 Uhr auf dem Marktplatz in Schorndorf

 

Im Rahmen des Schorndorfer Skulpturenjahrs 2007 lädt das Kulturforum Schorndorf ein zur Ausstellung „Mittendrin“ des Bildhauers Robert Schad. Die Eröffnung findet am Freitag, 27. Juli, 19 Uhr auf dem Schorndorfer Marktplatz statt. Nach einem Grußwort von OB Matthias Klopfer spricht zur Einführung Dr. Uwe Rüth vom Skulpturenmuseum Glaskasten Marl. In einer Tanzperformance bespielt die Performancekünstlerin Fine Kwiatkowski Schads Stahlskulpturen. Sie wird von dem Elektronikmusiker Willehad Grafenhorst begleitet.

Im Rahmen des Schorndorfer Skulpturenjahrs 2007 werden Robert Schads großformatige, vielschichtige Stahlplastiken im Außenraum Marktplatz und Schlosswallgüter sowie den Galerien für Kunst und Technik präsentiert. Robert Schad zählt zu den profiliertesten Bildhauern seiner Generation. Virtuos verbindet er Linearität, tänzerische Bewegtheit und die Strenge des künstlerischen Ausdrucks mit einem Material, dem man diese Variabilität nie zugetraut hätte. Denn der von ihm verwendete industriell gefertigte Vierkantstahl wird durch die künstlerische Formgebung verwandelt. Seine Arbeiten sind von einer eigenwilligen Bewegtheit und einer bemerkenswerten Grazie.

Der 1953 in Ravensburg geborene Bildhauer studierte an der Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe bei A. v. Hancke und Wilhelm Loth. Schads bildhauerisches Werk hat sich in den achtziger Jahren aus vom menschlichen Körper inspirierten Formen entwickelt. Als Material bevorzugt er genormten, massiven, im Feuer geschwärzten Vierkantstahl. Ein Material, das so breit ist, dass es gerade noch mit der Hand umfasst werden kann. Mit diesem Stahl zeichnet er Linien, die sich beinahe tänzerisch, frei in den Raum entfalten und über ihre Bewegung definieren. Schads Werke verfügen über eine geradezu zeichnerische Qualität. Nicht selten erreichen seine „skulpturalen Zeichnungen" die Höhe von hoch gewachsenen Bäumen oder Gebäuden.

Robert Schad erhielt zahlreiche Stipendien (u.a. in Porto/Portugal, Kulturstiftung Baden-Württemberg, Arbeitsstipendium des Kunstfonds Bonn, Stipendium der Cité Internationale des Arts, Paris) und internationale Preise und Auszeichnungen (u.a. Preis für Zeichnung der III. Biennale für zeitgenössische Kunst, Portugal, „1. Mentió“ im XXV. Preis für Zeichnung Joan Miró, Barcelona, Großer Preis der II. Internationalen Biennale für Bildhauerei ub Obidos, Portugal). Werke von Robert Schad wurden in Einzelausstellungen und in Museen weltweit ausgestellt (u.a. Fundaçao Joan Miro, Lissabon; Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg; XII Bienal de Sao Paulo, Brasilien; Kiscelli Museum, Budapest; Nationalgalerie Prag).

Seit 2000 lebt und arbeitet Robert Schad in Larians, Frankreich. 2003 wird dort der von ihm gegründete „Parc de Sculpture de Larians“ eröffnet.

Gegenwärtig gestaltet Robert Schad eine 34 Meter hohe Christusfigur für den portugiesischen Wallfahrtsort Fátima.