Bernd Zimmer

Cosmos. Bilder.

29. Juli - 21. September 2008


Vernissage

Montag, 28. Juli um 20 Uhr

 

Die Cosmos-Bilder von Bernd Zimmer offenbaren für uns das unendlich reiche Schauspiel kosmischer Ereignisse in spannungsvoll inszenierten Bildwelten. Subtil aufeinander abgestimmten Farbzusammenstellungen, Hell-Dunkel Kontraste, tiefenräumliche Farbabstufungen sowie harmonische Verteilungen von Punkt-, Linien- und amorphen Fließformen entwickeln ein bunt-harmonisches Szenario weit entfernter Welten, die sich strukturell in Einklang mit dem irdischen “Hier und Jetzt” befinden. Zimmers Bilder sind von Licht durchdrungen und lassen kosmische Weiten und Dimensionen erahnen. Das Fließen von Raum und Zeit wird in ihnen auf eine eindrucksvolle Art und Weise visuell und sinnlich erfahrbar. Damit weckt Zimmer in unserer Vorstellungskraft Erinnerungsbilder von pulsierenden Galaxien, die entweder gerade im Entstehen begriffen sind oder sich in scheinbar unmerklicher Zeitlosigkeit im Universum ausdehnen.

Bernd Zimmer ist 1948 in Planegg bei München geboren. Von 1968 bis 1970 absolviert er eine Lehre als Verlagsbuchhändler beim Carl Hanser Verlag in München. 1969 reist er nach Marokko und Spanien. Von 1970 bis 1972 ist er Assistent für grafische Gestaltung im Carl Hanser Verlag. 1972 reist er vier Monate nach Malaysia, Thailand, Laos, Burma und Hongkong. 1973 siedelt er nach Berlin über und beginnt seine Tätigkeit als Buchgestalter im Verlag Klaus Wagenbach. Er studiert Philosophie und Religionswissenschaft an der freien Universität Berlin. 1975/76 bereist er fünf Monate lang Mexiko und den Süden der Vereinigten Staaten. Er beginnt seine künstlerische Arbeit. Mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und anderen gründet er 1977 die Galerie am Moritzplatz, die bis 1981 besteht. 1979 erhält er das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium. Es folgen in den kommenden Jahren Reisen unter anderem nach Java, Bali, Lombok und in die Dominikanische Republik. 1982 erhält er das Stipendium für die Villa Massimo in Rom. 1984 übersiedelt er nach Polling in Oberbayern, wo er in einem ehemaligen Klostergut Wohnung und Atelier bezieht. 1990 reist er nach Indien und richtet sich im Jahr darauf in Monteventano in der Emilia Romagna ein weiteres Atelier ein. Im Frühjahr 1993 erfolgt eine Reise in die Wüste von Libyen. Im gleichen Jahr erscheint erstmals im Eigenverlag das Künstlermagazin PlantSÜDEN, das er zusammen mit Roland Hagenberg, Tokio, herausgibt. 1994 verlegt er sein Atelier von Polling nach Oberhausen, Oberbayern. 1995 reist er mit einem Frachtschiff zu den Marquesas-Inseln nach Hiva Oa. Im Sommer 1996 entstehen während eines Aufenthalt in Salerno, Campania, die ersten Skulpturen. 1998 bereist er Namibia, ab 2000 mehrfach die Sahara. Im Jahr 2001 führt ihn eine Reise nach Ägypten, 2003 nach Karelien in Nordwestrussland, 2004 nach Syrien und 2005 nach Island.