Grafik des 20. Jahrhunderts

Jahresausstellung des Kunstverein Schorndorf

25. November 2008 - 18. Januar 2009


Vernissage

Montag, 24. November um 20 Uhr

 

Führungen
Sonntag, 30. November, Sonntag, 7. Dezember, Sonntag, 4. Januar Samstag, 10. Januar, jeweils um 15 Uhr

10 Jahre nach dem großen Ausstellungserfolg „Kunst nach 1900 aus Schorndorfer Privatbesitz“ präsentiert das Kulturforum wieder eine Bürgerausstellung in den Galerien für Kunst und Technik. „Grafik des 20. Jahrhunderts – Kunst aus Schorndorfer Privatbesitz“. Zu sehen sind Grafiken von international und national bedeutsamen Künstlern wie Willi Baumeister, Max Beckmann, Christo, Lovis Corinth, Salvador Dali, James Ensor, Max Ernst, Lyonel Feininger, Günter Grass, HAP Grieshaber, Erich Heckel, Jörg Immendorff, Horst Janssen, Alfred Hrdlicka, Alfred Kubin, August Macke, Max Pechstein, Pablo Picasso und A.R. Penck.

Die Ausstellung „Grafik des 20. Jahrhunderts – Kunst aus Schorndorfer Privatbesitz“ beginnt chronologisch mit den drei Radierungen des Belgiers James Ensor (1860 -1946) „Le Christ aux mendiants“ (1895), „Les Toits à Ostende“ (1903) und „Plage de la Panne“ (1904). Aus der Zeit um den 1. Weltkrieg sind Linol- und Holzschnitte, Radierungen und Lithografien von August Macke, Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner, Wilhelm Morgner, Paul Adolf Seehaus, Christian Rohlfs und Erich Heckel zu sehen. Die Periode zwischen 1920 – 1933 ist durch Werke einiger der profiliertesten Vertreter des Expressionismus, Kubismus und Futurismus vertreten. Unter anderem werden Arbeiten von Max Beckmann, Lovis Corinth, Heinrich Campendonk, Carl Hofer, Anton Kerschbaumer, Johannes Molzahn, Franz Maria Jansen, Carlo Mense, Aristide Maillol, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Alfred Kubin, Maurice de Vlaminck und Gerhard Marcks gezeigt. Die „Landschaft am Niederrhein“ stammt von einem der bedeutendsten Künstler des „Rheinischen Expressionismus“, Heinrich Nauen.

In den Jahren 1947 bis 1960 entstanden die Werke des Stuttgarters Willi Baumeister („Magie Rupestre“, 1953), Walter Wörn und Fernand Leger. Zu seiner umfangreichen Pariser Ausstellung „Gemälde 1955 – 1956“ schuf Pablo Picasso eigens eine Farblithografie, die ebenfalls Teil der „Grafik des 20. Jahrhunderts“-Ausstellung ist.

Die Lithografie „Hamburger Hafen“ (1961) stammt aus dem Spätwerk Oskar Kokoschkas. HAP Grieshabers „Die rauhe Alb“ und Alfred Hrdlickas „Die Nachtwache“ entstanden ebenfalls in den 60iger Jahren. So wie auch die Holzschnitte und Lithografien des belgischen Graphikers, Zeichners und Malers Frans Masereel.
Ihre Entstehung in den 70iger und 80iger Jahren haben die Werke von Max Ernst („Im Gleichgewicht“ – aus der Folge: „Lewis Carolls Wunderhorn“), Salvador Dalis Zyklus „Der alte Mann und das Meer“, Marino Marini, Karl-Fred Dahmen, Jiri Anderle, Horst Janssen, Valerio Adami, Alfred Hrdlicka („Der Bauernjörg“, „Landsknechte“ und „Hommage á Picasso“), Ben Willikens, Axel Arndt, Antoni Tàpies und Miguel Condé. Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wird eindrucksvoll von vielfältigen Radierungen, Offsetdrucken, Farblithografien und Linolschnitten von A.R. Penck, Rainer Fetting und Jörg Immendorff belegt. Und hier darf auch Literaturnobelpreisträger Günter Grass nicht fehlen mit seiner Radierung „Selbst mit Mütze und Unke“ aus dem Jahr 1992.