Thitz

Tütenkunst, Bag Art Global

4. Juli - 26. Juli 2009


Vernissage

Samstag, 4. Juli um 19 Uhr

,Der Maler und Aktionskünstler Thitz ist ein wahrer Globetrotter in Sachen Kunst. USA, Marocco, China oder die Türkei - Thitz reist durch die Welt und setzt sie neu zusammen. Seine „Gemalten Städte“, die großen Metropolen der Welt, werden von einem multikulturellen Völkchen belebt. Zarte, sensible Bewohner in allen denkbaren Hautfarben bevölkern seine Bilder und Objekte. Die Thitz-Welt ist dynamisch, bunt und pulsierend mit sybillinischen Werbebotschaften auf collagierten Tüten, deren Tragegriffe allseits in die reale Welt reichen. In seinen Arbeiten kommt es zu Begegnungen von Menschen, Symbolen und Botschaften. Stimmungen werden erzeugt. Der Betrachter ist eingeladen, sich darauf einzulassen. In seinen Reflexionen über Städte lässt Thitz Widersprüche entstehen, nämlich genau dort, wo sich die Nahtstellen der realen, sagbaren Welt und der empfundenen Welt befinden.                         

Die Ausstellung zeigt überwiegend neue, meist noch unveröffentlichte Werke. So die Serie „Nebelbilder“. Auffällig ist, dass diese Arbeiten weniger gegenständlich sind, mehr Raum für andere Darstellungsweisen lassen. Eine reduzierte Farbpalette macht den Weg frei für eine im Wesentlichen feinere, poetischere, fast philosophische Welt. 

Thitz Tütenprojekte ziehen sich rund um den Globus. 1993 startete die erste Aktion in Mexico und Guatemala. Tütendialoge mit über 30 deutschen Politkern folgten und 1995 in Barcelona mit Künstlern aller Gattungen (Tänzern, Musikern, Schriftsteller etc ). Mitte der 80er Jahre entstehen die ersten vielfigurigen Bilder auf Tüten, denen in den 90er Jahren erste Tütenprojekte folgten. Thitz unternahm Tütenbefragungen in verschiedenen deutschen Städten, aber auch viele Tütenreisen und Aktionen in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.

Der Alltagsgegenstand Tüte schafft eine Nähe zu den Menschen, die Thitz so wichtig ist. Seine Tütenprojekte sind die künstlerische Aufforderung zur Kommunikation mit ihm, seiner Kunst und den Tüten. Thitz lädt ein, uns ohne Schwellenangst der Kunst zu nähern. Er fragt nach unseren individuellen Definitionen seines Lieblingsobjektes – der Tüte.

Das Schorndorfer Projekt "Tüten und Kunst" stellt sowohl einen thematischen als auch einen räumlichen Bezug zwischen Kunst und Alltag her. Das Kulturforum Schorndorf hat in Zusammenarbeit mit Schorndorf Centro, Schulen und zahlreichen Geschäften im Einzelhandel mehr als 9000 Tüten verteilt. Die Schorndorfer Bevölkerung war eingeladen, Tüten zu gestalten, sie mit einem persönlichen Gegenstand zu füllen oder wie auch immer kreativ damit umzugehen. Die Ergebnisse sind von Thitz zu einer ganz eigenen Installation zusammengefügt worden, die nun Teil der Ausstellung ist. Nach Ende der Ausstellung können die Tüten ab Di., 28. Juli wieder abgeholt werden.

Thitz, 1962 geboren, studierte Malerei bei Professor K. R. H. Sonderborg an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart und bei Professor Pijuan an der Facultad de bellas Artes Universidad de Barcelona. Seine Werke finden sich in vielen Sammlungen und werden international ausgestellt.

www.Thitz.com