Claudia Tebben

Malerei

12. Oktober - 14. November 2010

Vernissage
Montag, 11. Oktober um 20 Uhr

Der Kunstverein Schorndorf e.V. lädt am Montag, 11.Oktober um 20 Uhr herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Claudia Tebben – Von Natur aus“ in die Galerien für Kunst und Technik ein. Ricarda Geib M.A. führt in die gestisch-informelle Malerei der Künstlerin aus dem Ruhrgebiet ein. Die Ausstellung ist vom 12.10. bis 14.11.2010 zu sehen.

"Die Natur bestimmt meine Malerei.
Doch nicht allein als Gegenstand der Darstellung, sondern als ein Widerhall, ein in der Abstraktion formuliertes Echo. Das gestalterische Spiel zwischen Mikro- und Makrokosmos, zwischen Unterwerfung des Lebewesens unter das große Ganze der Natur zieht sich durch die Gestaltung der Bilder. Die Natur soll in meinen Bildern gegenwärtig sein.
Ich male nicht vor der Natur nach der Natur. Ich habe keine Skizzenbücher, die meiner Arbeit in der Farbe vorausgehen und gehe von keiner vorgefassten Bildidee aus – vor dem Bild existiert nur die weiße Leinwand.
Auf den ersten Blick werden dem Betrachter die Formen uneindeutig erscheinen und sich auch nie eindeutig auflösen. Man schwankt, ob sie tatsächlich bedeuten, bedeuten sollen, oder ob wir dem alten Spiel unserer Phantasie erliegen, die Undefiniertes, Undefinierbares scheinbar nicht erträgt und zu deuten versucht. Der Betrachter wird mit seiner Phantasie die Momente im Bild ergänzen die ihm fehlen, das suchende Auge wird erst beim genaueren Hinschauen entdecken – ähnlich wie in der Natur – ohne je alles sichtbare sehen zu können. Es gibt einen Realitätsbezug und wieder nicht.
Auch die Titel meiner Bilder sind so gewählt, dass sie keinen Hinweis auf das Dargestellte geben. Es sind nur fiktiv gewählte Worte.
In meinen Bildern durchdringen sich Farbe und Materie, Linie und Raum, Natur und Gegenstand wechselseitig und münden in der Ambivalenz von gegenläufigen Eindrücken. Die Form, der ich nachstrebe, ist eine, die die Natur zur Vorraussetzung hat. Und diese ist grenzenlos."

Meere, Eruptives und Versickerndes, Lebensformen aus Flora und Fauna - aus vermeintlichen Landschaftsformationen treten Naturgewalten voller ungebändigter Kraft hervor und suggerieren ein Naturgeschehen, wild und ursprünglich und von beinahe gewalttätiger Schönheit. Landschaften, voller Kontraste und großer Intensität, geschaffen aus purer Farbe und der großen Leidenschaft Claudia Tebbens für den wechselvollen, unberechenbaren und faszinierenden Organismus ‚Natur’.

Claudia Tebben studierte von 1989 bis 1995 an der Folkwangschule der Universität/GH Essen Malerei bei Prof. Lazlo Lakner, zeichnerische Darstellung bei Prof. Otto Näscher und Typographie bei Prof. Volker Küster. Sie erhielt 1991 den Förderpreis Bildende Kunst in Gelsenkirchen.