Hans Christian Schink

1h

20. Januar - 15. März 2015

Vernissage
Montag, 19. Januar um 20 Uhr


 

 

Zu sehen sind dramatische Bilder von der Sonne, eindrucksvoll wie eine Sonnenfinsternis. Der Fotograf nützt in der Serie 1h den Effekt der so genannten »echten Solarisation«. Der Negativfilm ist nur bis zu einem bestimmten Punkt belichtungsfähig, setzt man danach die Belichtung weiter fort, kehrt sich der fotochemische Prozess um, und die im Negativ dunkelsten Punkte werden wieder heller. In 1 h setzt er die echte Solarisation gezielt und mit extrem langer Belichtungszeit ein. Im Ergebnis erscheint die Sonne durch die Erdbewegung als schwarzer Strich am Himmel. Mit den klassischen Mitteln des fotografischen Mediums erreicht Hans-Christian Schink so neuartige und ganz besonders einprägsame Bilder. 2008 erhielt er für diese Serie den renommierten ING Real Photography Award.

Hans-Christian Schink ist 1961 in Erfurt geboren. Von 1986 bis 1991 studierte er Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er bis 1993 Meisterschüler war. Es folgten zahlreiche Arbeitsstipendien und Preise, u.a. 2004 der Deutsche Fotobuchpreis. 2014 erhielt er arbeitete er im Rahmen des Stipendiums Villa Massimo der Deutschen Akademie in Rom.