Lesung und Autorengespräch
Sebastian Perler, 37 Jahre, löst als Mediator die Probleme der anderen. Für das Wochenende – der Tag der Deutschen Einheit steht bevor – hat er Reisepläne, die ihn von Erfurt über Hamburg bis in die süddeutsche Provinz führen werden. Doch was als Spritztour geplant war, lässt Sebastians Welt aus den Fugen geraten und konfrontiert ihn mit seinen eigenen ungelösten Fragen: Kann es uns gelingen, einen Punkt zu erreichen, an dem unsere Vergangenheit nicht mehr bestimmt, wer wir sind? Bedeutet Liebe Geborgenheit oder Abhängigkeit? Was ist ein gutes Leben?
In seinem neuen Roman lotet Moritz Hildt die lauernden Abgründe und überraschenden Schönheiten aus, die verborgen liegen in dem, was wir „Alltag“ nennen.
Das Gespräch führt der Journalist Thomas Milz.
Moritz Hildt, aufgewachsen in Schorndorf, studierte Amerikanische Literatur und Philosophie. Er lebt, schreibt und arbeitet als freier Autor in Passau und ist deutschlandweit als Philosophiedozent und Leiter von Schreibwerkstätten aktiv. Sein literarisches Debüt, der Roman "Nach der Parade", erschien im März 2019; im Juli 2020 folgte Alles. Mit beiden Romanen stand Moritz Hildt auf der Shortlist für den Thaddäus-Troll-Preis. 2022 erschien Wildnis, ein Erzählband mit drei Novellen. Sein dritter Roman "Der Mediator" wurde im Oktober 2025 veröffentlicht. In namhaften Literaturzeitschriften und Magazinen sind Erzählungen, philosophische Dialoge und Essays von Moritz Hildt erschienen.

