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Nachruf Timm Ulrichs

Gekippter Fluss in der Vorstadtstraße gereinigt - Trauer über den Tod von Timm Ulrichs 

Nicht schlecht staunten am 27. April die Anwohner der Vorstadtstraße, als Mitglieder des Vereins HUB-S und des Kulturforums zusammen mit Klara Singer von der Stadtverwaltung ans Werk gingen und das 1997 entstandene Quartierszeichen von Timm Ulrichs „Gekippter Fluss in Fertigteilen“ reinigten.
Dank dem Engagement des Vereins HUB-S, der sich für die Entwicklung des Quartiers in der Vorstadt einsetzt, soll ab Juni das Wasser des Mühlbachkanals an den beiden Teilen der Skulptur, Bachlauf und See, austreten und dem Mühlbach wieder zurückgegeben werden.

Zu schade, dass dies Timm Ulrichs nicht mehr erleben kann. Er starb am 29. April mit 86 Jahren in Berlin.
Der Konzept- und Aktionskünstler Timm Ulrichs zählte seit der 60er Jahren zu den bedeutendsten Künstlern Deutschlands, dem 2020 für sein Lebenswerk der Käthe-Kollwitz-Preis verliehen wurde. Auf Vermittlung seines Freundes Hüseyin Altin nahm er 1997 am 2. Bildhauersymposion teil und blieb seitdem Schorndorf verbunden.
2007 beteiligte er sich bei der Jubiläumsausstellung „Wegmarken“ und realisierte 2010 eine Doppelausstellung mit seinen Möbel-Objekten in der ehemaligen Eisenmöbelfabrik Arnold und heutigen Q-Galerie für Kunst Schorndorf und der Installation „Konzert der Türen“ im Kunstverein. Bei der Kunstnacht 2010 legte er als DJ die Hits der 50er und 60er Jahre auf. Und auch in den Jahren danach traf sich immer wieder mit seinen zahlreichen Schorndorfer Freunden und ließ es sich im damaligen Café Moser gut gehen.

Timm Ulrichs in Schorndorf, 1997

Filmbeitrag von Rolf Failmezger entstanden im Rahmen eines Werkstattgesprächs von Walter Krieg mit Timm Ulrichs
beim 2. Bildhauersymposion 1997.

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